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10. August 2024  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Ein Lobgesang aufs Laminat

von  Meister | 7 Min. Lesezeit | #Laminat  #Multilayer  #Trägerplatte  #Trittschalldämmung  #Klicksystem 

Laminat – was ist das eigentlich?

Von Laminat hat jeder schon einmal gehört, doch was eigentlich dahintersteckt, wissen nur wenige. Dafür existieren viele Vorurteile: Laminat sei eine minderwertige Imitation eines Holzbodens, es sei empfindlich sowie laut und werde aus künstlichen Materialien hergestellt. Doch entgegen der meist haltlosen Meinungen handelt es sich bei Laminat um ein komplexes und widerstandsfähiges Produkt, das sich aus rein natürlichen Materialien zusammensetzt. Ein Laminatboden besteht nämlich aus mehreren Schichten und wird daher auch als „Multilayer“ bezeichnet.

  • Die oberste Schicht wird Overlay genannt, ist eine transparente Melaminschicht, die das Laminat widerstandsfähig gegenüber Kratzern macht.
  • Darunter befindet sich das bedruckte Dekorpapier.
  • Als Basis der Laminatdielen dient die Trägerplatte, üblicherweise eine MDF-, HDF- oder Spanplatte.
  • Der Gegenzug ist eine zusätzliche Schicht auf der Unterseite, die verhindert, dass sich der Boden unter Belastung verformt.

Und von wegen, Laminat sei laut: Einige Hersteller integrieren in den Bodenbelag noch eine zusätzliche Unterplatte, die der Trittschalldämmung dient. Damit wird das Verlegen einer separaten Dämmung überflüssig – Heimwerker sparen durch die Auswahl des richtigen Bodens also einen Arbeitsvorgang!

Wohnzimmer-Einrichtung auf hellem Laminat
Nachdem die ersten Laminatböden in den 1980er-Jahren auf den Markt gebracht wurden, erfreute sich das praktische Produkt schnell großer Beliebtheit. Heute erhältliches Laminat ist ähnlich aufgebaut wie vor über 30 Jahren, doch die Produkte wurden und werden von den Herstellern seitdem laufend optimiert: Das Design soll stets authentischer wirken, das Verlegen einfacher und der Bodenbelag immer widerstandsfähiger werden.

Heute ist Laminat der meistverkaufte Hartboden – und das mit Recht! Denn er kann eine ganze Menge mehr, als einfach nur nach Parkett auszusehen.


Vielfalt, die sich sehen lässt

Kiste mit Besteck auf dunklen Bodenfliesen
Darf es für die eigenen vier Wände sandfarbene Eiche sein, tiefbraune Haselnuss oder doch eher matter Schiefer? Da die Optik des Laminats durch das im Digitaldruck gestaltete Dekorpapier bestimmt wird, kann es mit jedem erdenklichen Design versehen werden. Ob in Holzdekor, Steinoptik oder gar mit geometrischen Mustern – angesichts der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten dürfte jeder seinen Lieblingsboden finden.

Der Kassenschlager ist aber wie eh und je die klassische Holzoptik. Der Großteil des Sortiments orientiert sich optisch vorrangig an Parkett- und Dielenböden. Neben einem modernen Kurzdielen-Muster finden Fans des rustikalen Landhaus-Stils auch klassische **Langdielen unter den Laminatprodukten. **

Ein Körbchen mit Knoblauch auf hellem Holzboden
Übrigens wird die Holzoptik inzwischen auch dreidimensional verarbeitet: Einige Hersteller versehen die Deckschicht ihres Laminatbodens nämlich mit einer fühlbaren Struktur, die der natürlichen Maserung von Holz nachempfunden ist. Das „kalte“ Gefühl eines glatten Hartbodenbelags weicht damit einem angenehmen Feeling unter den Füßen. Und selbst für Profis ist es dann auf den ersten Blick nicht einfach, diesen Boden von einem Echtholzparkett zu unterscheiden.

Der Druck auf der Dekorschicht ist darüber hinaus lichtecht, verändert also unter UV-Strahlung nicht seine Farbe. Anders als Parkett oder Fliesen verfärbt sich das Laminat nicht im Laufe der Zeit, sondern sieht auch nach Jahren aus wie neu gekauft.


Nicht nur für Profis

Um einen schönen Boden im eigenen Zuhause zu verlegen, muss nicht extra ein Meister vom Fach her. Dank des einfachen Klicksystems kann das jeder selbst machen, der etwas handwerkliches Geschick hat. Die Systeme der meisten Marken unterscheiden sich zwar im Detail, doch die Vorgehensweise ist immer die Gleiche. Käufer sollten darauf achten, dass ein patentiertes Klicksystem zum Einsatz kommt. Denn günstiges No-Name-Laminat ohne patentiertes Klicksystem kann kleine Abweichungen beinhalten und führt dann zu unschönen Ergebnissen wie beispielsweise schiefen oder wackeligen Dielen.

Klicklaminat wird verlegt

Viele Vermieter beunruhigt der Gedanke, dass ihre Mieter einen neuen Boden in der Wohnung verlegen möchten. Aber sie können aufatmen – werden die Dielen schwimmend verlegt und nicht am Boden festgeklebt, lässt sich das Laminat relativ einfach wieder entfernen.

Tipp

Das Laminat sollte sich mindestens 48 Stunden vor dem Verlegen akklimatisieren. Dazu werden die ausgepackten Paneele bei mindestens 18°C im gewünschtem Raum gelagert


Der hält was aus!

Doch den größten Vorteil des Laminats gegenüber Parkett & Co. stellt die Widerstandsfähigkeit des Belags dar. High Heels, Hundekrallen und sogar Zigarettenglut steckt dieser Boden besser weg als die Variante aus Echtholz.

Auf der Produktverpackung ist immer eine zweistellige Nummer angegeben, die Aufschluss über die Beanspruchungsklasse gibt. Bei Laminat für den Wohnbereich ist die erste Ziffer eine Zwei, für gewerblich genutzte Räumlichkeiten eine Drei. Je höher die zweite Ziffer ist, desto mehr hält das Laminat aus und desto besser ist es für spezielle Bereiche geeignet. Beginnend bei der Eins für geringe Abnutzung (etwa im Gästezimmer) bis zu Kategorie Drei für die häufige Beanspruchung (im Eingangsbereich und Flur). Für das Schlafzimmer reicht beispielsweise ein Produkt der Klasse 21 aus, in einem Großraumbüro müsste der Wert wiederum 33 betragen, damit er den Strapazen des Alltags zuverlässig standhält.

Spielzeug rollt über hellen Laminat

Die meisten schätzen zudem die einfache Pflege des Bodenbelags. Anders als beispielsweise Teppichboden, ist Laminat allergikerfreundlich. Da er von Haus aus schmutzabweisend ist, reicht es in der Regel aus, zu fegen oder staubzusaugen. Wenn gewischt werden muss, dann nur nebelfeucht, damit über die Fugen keine Nässe in das Holz eindringen kann. Doch extra für Feuchträume oder den möglichen Kontakt mit Nässe bieten einige Hersteller Laminat mit Quellschutz an. Diese Paneelen sind vollständig imprägniert, sodass ihr Inneres vor dem Aufquellen geschützt ist

PROFI-TIPP

Beim Kauf genauer hinsehen: Hersteller von hochwertigem Laminat geben mehr als zehn jahre Garantie auf den Bodenbelag.


Viel Boden für wenig Geld

Ein Argument darf nicht unter den Tisch fallen: Betrachtet man seine lange Lebensdauer und die weiteren Vorteile angesichts der Anschaffungskosten, so besitzt Laminat ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Pro Quadratmeter gerechnet, ist Laminatboden deutlich günstiger als Parkett oder Fliesen. Im Vergleich zu vielen No-Name-Produkten greifen Heimwerker bei einem hochwertigen Markenprodukt etwas tiefer in die Tasche, doch die Investition lohnt sich, wenn die Qualität stimmt und der Boden viele Jahre halten soll. Gegenüber Echtholzböden wird das Budget in jedem Fall deutlich weniger belastet.

Laminatböden sind nicht nur für Sparfüchse empfehlenswert: Wer viel Wert auf eine unkomplizierte Handhabung und einfache Pflege des Bodens legt, ist damit ebenfalls gut beraten. Auch Haustierhalter und Eltern kleiner Kinder profitieren von der leichten Reinigung und der Widerstandsfähigkeit des Bodenbelags. Fans von Echtholzparkett, die allerdings dessen Empfindlichkeit scheuen, können also getrost Laminat als Alternative in Betracht ziehen. Die große Vielfalt im Fachhandel beweist, dass weder in Sachen Optik noch bei der Qualität Abstriche gemacht werden müssen.

Esstisch mit zehn Stühlen auf Laminatboden

Worauf also beim Laminatkauf achten?

  • Ist bereits eine Schallschutzschicht integriert, sparen Heimwerker einen Arbeitsvorgang beim Verlegen.

  • Ist das Design nicht nur gedruckt, sondern auch geprägt, sieht es beinahe echt aus.

  • Ein patentiertes Klicksystem vereinfacht das Verlegen auch für Ungeübte.

  • Je häufiger der Boden beansprucht wird, desto höher sollte die Kennziffer sein.

  • Je hochwertiger der Bodenbelag ist, desto länger ist die angegebene Garantiezeit – mindestens zehn Jahre.

  • Siegel wie der Blaue Engel weisen auf schadstoffarme Produkte hin.

Logo von Meister

Meister

Die MeisterWerke sind ein innovatives, familiengeführtes Produktionsunternehmen mit Sitz in Rüthen-Meiste im nördlichen Sauerland. Seit über 80 Jahren steht das Unternehmen mit seiner Vertriebsmarke MEISTER für Qualität, Innovation und anspruchsvolles Design. Mit über 650 Mitarbeitern entwickeln, produzieren und vertreiben die MeisterWerke Parkett-, Lindura-, Nadura-, Design- und Laminatböden sowie Paneele und Leisten.

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