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5. Oktober 2022  (aktualisiert am 11. Juli 2025)

Türen nachträglich dämmen und isolieren – diese Optionen gibt es

von  textbroker | 8 Min. Lesezeit | #Türdämmung  #Schalldämmung  #Wärmedämmung  #Dämmstoff  #Außentür 

Heizkosten reduzieren und Energie sparen sind Themen, die immer wichtiger werden. Die steigenden Kosten für die Energie sorgen dafür, dass viele nach weiteren Methoden suchen, um effizienter mit Heizwärme umzugehen. Eine dieser Optionen ist es, vorhandene Türen nachträglich zu isolieren und zu dämmen. Gleichzeitig lassen sich so auch die Schalldämmeigenschaften verbessern.

Einfache Methoden, um die Heizkosten zu senken

Bereits mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich der Energieverlust an Türen reduzieren. Dazu gehören vor allem Zugluftstopper, die direkt vor den Türen platziert werden. Bürstendichtungen lassen sich an die Unterkanten von Türen kleben und erfüllen ähnliche Aufgaben. Mit einem Thermovorhang wird für eine zusätzliche Isolation gesorgt, was gerade im Eingangsbereich sinnvoll ist.

Hilfreich ist es auch, alte Dichtungen zu erneuern, denn undichte Türen verlieren viel Wärme. Alle diese Helfer sind in unserem Sortiment zu finden. Diese Möglichkeiten sind vor allem für Mieter sinnvoll, da keinerlei Umbauten an der Einrichtung erforderlich sind.

Holztüren mit Wabenstrukturen oder aus Röhrenspan mit Dämmstoffen füllen

Viele ältere und günstigere Haustüren bauen im Kern auf Wabenstrukturen oder Röhrenspanstegen auf. Im Gegensatz zu Massivholztüren sind diese Waben- und Röhrenspantüren leichter sowie günstiger. Sie weisen jedoch sehr schlechte Schalldämmeigenschaften und nur mäßige Isolationseigenschaften auf.

Holzrahmen mit Rasterstruktur, bereit für den Bauprozess zur Türendämmung.

Es ist möglich, diese Türen nachträglich zu füllen und so die Schall- und Isolationseigenschaften zu verbessern. Lässt sich das Türblatt entfernen, ist eine Dämmung der Hohlräume möglich. Hierfür können unterschiedliche Materialien zum Einsatz kommen. Geeignet sind zum Beispiel Stein- und Glasfaserwolle. Die ökologische und nachhaltige Alternative sind Hanffasern. Auch diese sind in Form von fertigem Dämmmaterial bei uns erhältlich. Weitere Möglichkeiten für die Füllung der Hohlräume sind PU-Schaum oder Dämmflocken.

Diese Optionen eignen sich vor allem dann, wenn viele kleine Hohlräume vorhanden sind, die mit Dämmwolle nur schwer zu verfüllen sind. Abschließend wird das Türblatt wieder montiert. Diese Art der nachträglichen Dämmung beeinträchtigt somit nicht die Optik der Tür, verbessert aber die Dämm- und Schalleigenschaften erheblich.

Optionen für die oberflächliche Schall- und Wärmedämmung von Haustüren

Eine weitere Möglichkeit zur nachträglichen Dämmung von Türen ist die äußerliche Anbringung von Isolationsmaterial. Grundsätzlich eignet sich diese Variante für alle Haus- und Außentüren. Sinnvoll ist diese Maßnahme vor allem bei Türen, die vor dem Jahr 1990 gefertigt wurden. Bei diesen entsprechen die Isolationseigenschaften nicht mehr den aktuellen Standards. Auf die gleiche Art und Weise erfolgt auch die Dämmung von Fassaden. Bei Türen lässt sich die nachträgliche Isolierung sowohl innenseitig als auch außen anbringen. Ebenfalls ist eine beidseitige Isolierung möglich, um eine möglichst effektive Wärmedämmung zu erzielen.

Ein Handwerker trägt Dichtmittel mit einer Silikonpistole auf eine Wandfläche auf.

Wie groß der Wärmeverlust über die Tür sein kann, zeigt ein Vergleich verschiedener Türarten. Massive Holztüren oder Türen aus Kunststoff mit einer Stärke von 40 Millimetern aus den 1990er-Jahren haben einen U-Wert von 2,2. Bei Türen mit einer Stärke von 60 Millimetern aus den 2000er-Jahren liegt der U-Wert bereits bei 1,6 bis 1,8. In modernen Passivhäusern kommen Türen mit einer Stärke von 70 bis 100 Millimetern mit einem U-Wert von 0,8 zum Einsatz. Ungedämmte Alutüren (40 bis 50 mm), Türen mit Einfachverglasung (30 bis 50 mm) sowie leichte Türen mit Wabeneinlagen (30 bis 50 mm) haben hingegen oft einen U-Wert von 4,5. Neue Außentüren mit einer Stärke von 70 bis 90 mm müssen einen U-Wert von 1,8 oder niedriger aufweisen.

Gedämmte Türen mit mm-Angaben

Es gibt mehrere Möglichkeiten für die nachträgliche Dämmung von Türen. Zu diesen Optionen gehören vor allem:

  1. Schaumstoff
  2. Styropor
  3. Bitumenfolie
  4. Polyethylen-Platte
  5. Noppenschaum

Schaumstoff, Styropor und Polyethylen-Platten sind aufgrund des geringen Gewichts gute Optionen für die nachträgliche Isolierung von Türen. Alle diese Materialien sind zudem leicht zu verarbeiten. Sie können problemlos auf die benötigte Größe zugeschnitten werden. Auch bei der Befestigung gibt es mehrere Optionen. Platten aus Schaumstoff oder Styropor werden häufig mit für diese Aufgabe geeignetem Kleber befestigt. Weiterhin gibt es selbstklebende Schalldämmungen für Türen. Eine weitere Option ist die Montage von Isolationsplatten mit Schrauben direkt am Türblatt.

Ein Handwerker benutzt Silikonpistole, um Dichtmittel auf eine Oberfläche aufzutragen.
Ein Handwerker schneidet überschüssigen Bauschaum um einen Türrahmen ab.

Gerade bei der Dämmung von Haustüren ist es wichtig, auf Kältebrücken zu achten. Diese müssen vermieden werden, da sie einerseits die Isolationsleistung minimieren und andererseits zur Feuchtigkeitsbildung in der Tür führen können. Kondensiert Luftfeuchtigkeit an Kältebrücken, beschädigt dies Holz und zieht Schimmelbildung nach sich. Solche Kältebrücken lassen sich durch zusätzliche Schaumstoffdichtungen unterbrechen, die zwischen Türblatt und der Zarge angebracht werden.

Wärmedämmung von Türen mit Fenstern verbessern

Bei einigen Türen sind Fenster in unterschiedlichen Größen vorhanden. Gerade Terrassen- und Balkontüren sind häufig so ausgeführt. Handelt es sich um Türen mit Einfachverglasung, dann verliert die Tür enorm viel Wärme über die Glasfläche. Der U-Wert kann hier bei einem schlechten Wert von 5,0 liegen. Bei diesen Türen lässt sich die Verglasung austauschen, was den Wärmeverlust der Fenster deutlich reduziert. Bereits einfaches Isolierglas hat einen U-Wert von 2,7. Wird statt des einfachen Fensters Wärmeschutzglas eingesetzt, lassen sich U-Werte zwischen 1,2 und 0,8 erreichen.

Informationen zur Verbesserung der Wärmedämmung von Türen und Fenstern, einschließlich verschiedener U-Werte für Verglasungen.

Mit einer nachträglichen Schalldämmung Geräusche unterdrücken

Die nachträgliche Schalldämmung von Türen ist sowohl für Außentüren als auch Türen im Innenbereich interessant. Der Grundsatz bei der Anbringung ist, dass die Schalldämmung immer auf der Seite der Tür angebracht wird, von der die Geräusche stammen. Soll ein Haus also gegen eindringenden Straßenlärm isoliert werden, muss die Tür auf der Außenseite gedämmt werden. Auch für die Schalldämmung gibt es mehrere Optionen. Noppenschaum ist sehr einfach zu montieren, leicht und günstig. Es kommt vor allem bei der Schallisolierung von einzelnen Räumen zum Einsatz. Matten aus Akustik-Noppenschaumstoff lässt sich auf die gewünschte Größe zuschneiden und wird dann mit Kleber oder doppelseitigem Klebeband angebracht.

Wabenstruktur aus Pappe in Holzrahmen für Bauzwecke verwendet.

Eine weitere Option sind selbstklebende Anti-Dröhn-Matten aus Bitumen oder Alubutyl. Solche Matten sind dünn und haben meist eine Stärke von etwa zwei Millimetern. So lassen sich die Matten in mehreren Schichten verarbeiten, um die Wirkung zu verstärken. Die schallschluckende Wirkung stammt von der hohen Masse des Materials. Auf demselben Prinzip basieren massegeladene Vinylmatten. Bei einer Stärke von drei Millimetern haben Vinylmatten oft ein Gewicht von rund fünf Kilogramm pro Quadratmeter.

Auch massegeladene Vinylmatten werden direkt auf der Tür aufgeklebt. Bitumen- wie Vinylmatten, die auf der Oberfläche aufgeklebt werden, verändern natürlich die Optik der Tür. Dies lässt sich jedoch mithilfe von Designfolie korrigieren. Diese wird abschließend auf der Schalldämmung aufgeklebt. Die Optik reicht von unifarbenen Folien bis hin zu Holzimitat.

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